30.04.-04.05.2014: MPS Dortmund

Am Mittwoch machten wir (Caco & Flinx) uns gegen 10 Uhr auf den Weg vom Piratennest, um nach Dortmund zu segeln.
Dort kamen wir um kurz vor 12 Uhr ohne nennenswerte Verspätung seitens der Bahn an. Sofort steuerten wir unsere Unterkunft in der Westerbleichstraße an, wo uns von der Tochter der Vermieterin Einlass gewährt wurde.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten gingen wir auf Einkaufstour, um für die fünf Tage des Festivals einen Grundstock an Nahrungsmitteln und Getränken anzulegen.
Nach einer Verschnaufpause liefen wir dann um kurz nach 15 Uhr die zwei Kilometer zum Fredenbaumpark, welchen wir nach gut dreißig Minuten erreichten.

Nachdem wir unsere Tickets gekauft hatten (Wobei sich Gisi persönlich um Caco`s Geburtstagsrabatt gekümmert hat, da das Kassenpersonal nicht wusste welchen Betrag es vom Fünf-Tage-Festivalticket abziehen sollte!) gingen wir sofort zur Feuerspektakel-Bühne um die Markteröffnung anzusehen und den ersten Auftritt von „Saltatio Mortis“ zu erleben.
Die Markteröffnung war etwas Gewöhnungsbedürftig, mir jedenfalls fehlte der Marktvogt Eduard von Sonnenberg doch etwas.
„Saltatio Mortis“ boten bei ihrem ersten Auftritt ihr gewohntes Marktprogramm, sodass wir beschlossen, uns ihre weiteren Auftritte zu sparen.

Eigentlich hatten wir uns nun auf den Auftritt von „Fiddler`s Green“ gefreut. Da aber deren Sänger Albi erkrankt war, ist die Band erst gar nicht nach Dortmund gefahren. Echt schade!
So spazierten wir über den Markt und bestaunten die Waren der Händler. Zudem besuchten wir noch meinen früheren Arbeitskollegen Volker, der wie jedes Jahr mit seinem Heerlager vor Ort war.
Anschließend besuchten wir die Festivalbühne um den Auftritt von „Mr. Hurley & die Pulveraffen“ zu sehen. Leider gab es dann gegen 18 Uhr eine Unwetterwarnung und so wurde das Festival für gut eine Stunde unterbrochen. Wir suchten unter der Konzertmuschel des Parks Schutz vor dem Gewitter.
Nachdem sich dieses endlich verzogen hatte machten wir uns auf zur Folkbühne, um den Piraten von „Ye Banished Privateers“ zu lauschen. Wir beide waren sofort begeistert von ihrer Musik. Die Show die sie zu ihren Liedern abliefern ist dazu unglaublich gut. Die elf Bandmitglieder sind einfach megasympathisch und wir haben uns nach diesen und vor den folgenden Auftritten immer wieder angeregt mit ihnen unterhalten können. Selbst Gunpowder Pete, der mit seinem schwarzen Vollbart doch ein wenig furchteinflößend wirkt, ist ein ganz Lieber.

Anschließend füllten wir unsere hungrigen Mägen und befeuchteten unsere trockenen Kehlen. Den restlichen ersten Tag des Festivals verbrachten wir wieder vor der Folkbühne, um noch einmal „Ye Banished Privateers“ zu sehen. Caco sicherte sich glücklicherweise noch ihre CD, im Laufe des folgenden Tages war diese nämlich bereits ausverkauft. Gegen zwei Uhr waren wir wieder in unserer Unterkunft, wo wir noch etwas tranken, Musik hörten und plauderten. Gegen 3 Uhr war dann Matratzenhorchdienst angesagt.

Am Donnerstag marschierten wir dann schon gegen 10:30 Uhr zum Festivalgelände. Wir begaben uns nach einem kleinen Marktrundgang erneut zur Feuerspektal-Bühne, wo wir uns einen guten Platz für den Auftritt von „Versengold“ sicherten.
Zunächst gab es aber einen Auftritt der „Kilkenny Band“, welche irische Traditionals auf ihre eigene Weise interpretieren. Dabei trafen wir dann auch Wa-hya, die nun auch in Dortmund eingetroffen war. Caco und mir hat die „Kilkenny Band“ sehr gut gefallen, insbesondere da sie auch spontan auf Zurufe aus dem Publikum reagierten und bereit waren jeden Spaß mitzumachen. Im weiteren Verlauf des Festivals entpuppten sie sich auch als sehr angenehme Zeitgenossen, da ich mich mit Jascha und Shaun unterhalten konnte.

Nun folgte der erste Auftritt von „Versengold“ an diesem Tag. Der Platz vor der Bühne füllte sich und die Band brannte ein wahres Feuerwerk ab. Das Publikum war begeistert, überall nur lachende und glückliche Gesichter.
Danach gingen wir wieder zur Folkbühne, wo uns abwechselnd „Saor Patrol“ und „Ye Banished Privateers“ beglückten. Dort trafen wir auch auf Rolf aus Düsseldorf, den ich bei einem „Elmsfeuer“ Konzert in Solingen 2013 kennengelernt hatte.
Später gingen wir zu Dritt zurück zur Feuerspektakelbühne, da wir uns das Abendkonzert von „Versengold“ nicht entgehen lassen wollten. Glücklicherweise ergatterten wir wieder einen Platz in der ersten Reihe, welchen Rolf und ich dann aber, ganz Gentleman, an zwei junge und nicht so groß gewachsene Damen abtraten. „Versengold“ spielten nun auch einige Lieder aus ihrem neuen Album, welches sich ausschließlich mit dem Thema Seefahrt befasst. Ihr Auftritt war absolut super und auch Caco war von ihnen begeistert.
Nach dem Konzert begaben sich Caco und ich, Rolf hatten wir leider aus den Augen verloren und Wa-hya sich auf die Campsite verabschiedet, wieder zur Folkbühne, wo wir dann den Rest des Abends mit den Piraten aus Schweden verbrachten.
Nach Mitternacht ging es dann zurück in die Unterkunft. Gegen 2 Uhr kuschelten wir uns in die Federn.

Da am Freitag erst um 16 Uhr Einlass auf das Gelände war nutzten wir dieses um auszuschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir einen Stadtbummel durch die Dortmunder Innenstadt, welche weder mir noch Caco gefiel. Die Essener City ist wesentlich schöner und interessanter, da es dort auch einen Laden für Mittelalter-Fans gibt.
Zurück auf dem Plan trafen wir dann auch gleich Wa-hya und wir machten es uns vor der Festival-Bühne bequem, um der Musik von „Wolfenmond“ zu lauschen. Die Band trat nur zu Dritt auf, da ein Bandmitglied verhindert war. Mir gefiel die Band wesentlich besser als bei ihrem Auftritt auf dem Feuertal-Festival 2012.

Anschließend ging es für Caco und mich wieder zur Folkbühne, auf der auch an diesem Tag überraschenderweise, da ursprünglich nicht geplant, wieder „Ye Banished Privateers“ auftraten. Wir haben uns jedenfalls sehr gefreut, obwohl es unsere Planungen für diesen Abend über den Haufen geworfen hat.

Nach den Piraten bezogen wir wieder unsere Plätze in der ersten Reihe vor der Hauptbühne, der Auftritt von „Ignis Fatuu“ stand an. Nach einem gefühlt endlosen Soundcheck ging es verspätet los. Leider fing es auch noch an zu regnen, wobei es den ganzen Tag über eh schon lausig kalt war. Kurz nach Beginn des Auftritts trudelten dann auch Wa-hya und Kyra vor der Bühne ein, die vorher zusammen das Konzert von „Harpyie“ auf der Festival-Bühne besucht hatten.“Ignis Fatuu“ boten eine gute Show, ihre Musik gefällt mir schon sehr. Peinlich finde ich aber das Rockstar-Gehabe des Sängers und des Gitarristen. Merkwürdig auch die vielen Besetzungswechsel in den letzten eineinhalb Jahren. Nur Dudelsackspielerin Irene ist noch von der Gründungsbesetzung dabei.

Den Rest des Abends verbrachten Caco und ich dann vor der Folkbühne. Eigentlich wollte ich unbedingt einmal „Vogelfrey“ sehen, aber „Ye Banished Privateers“ sind einfach zu geil. Als Pirat weiß man halt, wo man hingehört. Vor ihrem letzten Auftritt des Abends hatten wir Gelegenheit mit ihnen am Lagerfeuer zu sitzen und uns richtig gut mit ihnen zu unterhalten. Ganz prima Leute. Ich freue mich schon darauf sie beim Pirates-Festival in Jülich wieder zu sehen. Ihr Auftritt begann gegen 23 Uhr und pünktlich um Mitternacht habe ich Caco zum Geburtstag gratuliert.
Zurück in der Unterkunft haben wir Caco`s Wiegenfest mit einer Flasche Cremant begossen.

Am Samstag zogen wir mittags bei nun bestem Wetter wieder in Richtung des Fredenbaumparks, im Gepäck die beiden Fanclub-Flaggen, jede Menge Positionslichter und eine Flasche Piratengold. Auf der Festwiese trafen wir dann auf die Fanclub-Mitglieder Wa-hya, Laudii, Kyra und Ian sowie auf Franzi, André und Simon von „Elmsfeuer“. Nach einigen Einkäufen schlenderten wir zur Festivalbühne, die nun für zwei Tage die Heimat der „Elmsfeuer“ sein sollte. Kurz vor ihrem ersten Auftritt machte ich mich aber auf zur Feuerspektakel-Bühne, um den ersten Auftritt von „Vroudenspil“ in der ersten Reihe zu verfolgen und um ein Geburtstagsgeschenk für Caco zu besorgen. Während des Auftritts fiel mir bei der Ankündigung eines Songs auf, dass „Vroudenspil“ nun wohl das Lied „Rum für die Welt“ spielen würden. So habe ich blitzschnell das Piratengold gezückt, Rum für die Welt gebrüllt und die Flasche den Bandmitgliedern entgegen gehalten, die daraufhin erst einmal breit grinsen mussten. „Vroudenspil“ waren wie immer super, mit „Elmsfeuer“ und „Ye Banished Privateers“ gehören sie für mich jedenfalls zu den drei besten Piratenbands.

Mit dem Geburtstagsgeschenk ging ich dann zurück zur Festivalbühne, um es Caco zu überreichen und den zweiten Auftritt von „Elmsfeuer“ zu sehen. „Elmsfeuer“ waren wie immer einfach nur geil und die Stimmung war hervorragend. Ein besonderer Dank hier einmal an die jungen Menschen, die sich bei diesem und dem folgenden Auftritt der Band fleißig mit Stroh bewarfen und so zur fantastischen Stimmung beitrugen.
Vor dem dritten Auftritt der „Elmsfeuer“ schlenderten wir vom Fanclub geschlossen über den Markt, um noch einige Fotos für die HP zu machen. Caco und ich verabschiedeten uns dann kurzzeitig von den Anderen, um den Rabauken von „Rapalje“ auf der Folkbühne zuzusehen.
Danach folgte das dritte Konzert von „Elmsfeuer“ an diesem Tage.
Anschließend verfolgten wir noch ein Konzert von „Vroudenspil“ in der Dämmerung. Wir hatten einen Riesenspaß, die Flagge wehte im Wind und Laudii und Wa-hya legten eine schöne Poi-Performance auf der Festwiese hin.
Nun folgte das Abendkonzert der „Elmsfeuer“, ich verteilte die Stableuchten und von Beginn an herrschte eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. Die Deckschrubber-Flagge wehte im Wind und mit den Leuchten erzeugten wir eine ganz besondere Atmosphäre. Es war richtig schön, wir sind gehüpft, haben mitgesungen und geschunkelt, einfach klasse. Ich war so was von stolz auf meine MitschrubberInnen.
Zurück in der Unterkunft habe ich mir noch zwei Bierchen gegönnt und wir sind schon gegen 1 Uhr in die Federn gekrochen, schließlich ging es ja um 11 Uhr am Sonntag schon weiter.

Mit wehender Flagge waren wir, bei wiederum idealen Festivalwetter, rechtzeitig auf dem Plan und verfolgten die Markteröffnung. Anschließend verfolgten Caco und ich die „Kilkenny Band“, die mir während des Festivals immer sympathischer wurde und sich an diesem Tage mit „Elmsfeuer“ die Bühne teilte. Zudem hat mir Caco auch noch die CD der „Kilkenny`s“„ geschenkt, die ich ganz wunderbar finde.
Gegen 13 Uhr dann endlich der erste Auftritt der „Elmsfeuer“, leider nur vor spärlichem Publikum. Wir Deckschrubber machten selbstverständlich trotzdem mächtig Alarm.
Danach machten wir uns noch einmal geschlossen auf den Weg zur Feuerspektakel-Bühne, um „Vroudenspil“ noch einmal zu supporten, wobei wir wieder auf Rolf sowie seinen Bruder Gerd aus Düsseldorf trafen.
Nach dem zweiten Konzert von „Elmsfeuer“ mussten wir uns leider schon von Laudii verabschieden, da für sie am nächsten Tag die Ausbildung im Vordergrund stand.
So standen vor dem dritten Auftritt der „Elmsfeuer“ nur Ian und ich vor der Bühne, da Caco noch einmal „Rapalje“ sehen wollte und Wa-hya und Kyra ihre Zelte abbauten.

Das Festival steuerte nun leider dem Ende entgegen. Beim letzten Auftritt der „Kilkenny Band“ hatten wir noch einmal mächtig Spaß, es war richtig schön. Jascha hat sogar das Lied „Whiskey on a Sunday“ angestimmt, als ich es als Musikwunsch zugerufen habe. Beim letzten Konzert der „Elmsfeuer“ haben wir uns noch einmal mächtig ins Zeug gelegt, die Flagge wehte fast ununterbrochen und ich bin bei einigen Songs sogar mit der schweren Flagge gehüpft. Mittlerweile waren bereits auch die MPS-Plakate von den Zäunen, die das Festivalgelände abgrenzten, entfernt worden. So konnten die Passanten außerhalb das letzte Konzert unserer Piraten miterleben und augenscheinlich waren auch einige von der Band sowie der Party, die wir vor der Bühne feierten, sehr angetan. Jedenfalls wurde kräftig mit dem Kopf gewippt und applaudiert. Nach dem „Seeräuberlejd“ samt Polonäse folgte der „Drunken Sailor“ als letzter Song. Leider haben „Elmsfeuer“ bei diesem letzten Auftritt „Weltenrand“ nicht gespielt. Ich glaube es war das erste Mal, dass sie dieses Lied bei einem Auftritt nicht gespielt haben. Ich war ein wenig enttäuscht, schließlich ist dieses Stück ein ganz besonderes und alle hätten gerne noch einmal dazu geschunkelt.

Nun hieß es Abschied nehmen von Wa-hya, Kyra und Ian, von der Band und von anderen aus dem Publikum, die immer wieder bei den Konzerten vor der Bühne waren und mit denen wir uns unterhalten haben. Zusammen mit den beiden Düsseldorfern verließen Caco und ich das Gelände und draußen verabschiedeten wir uns dann auch von Rolf und Gerd. Caco hat dann noch Pizza spendiert, die wir bei einer Flasche französischem Weißwein vertilgten. Leicht beschwippst krabbelten wir in die Federn.

Am Montagmorgen hieß es dann auch für uns die Seesäcke zu packen.
Anschließend ging es zurück in den Heimathafen.

Fazit: Es war ein megatolles MPS. Ein ganz besonderer Dank an das geile Publikum und die schönen Gespräche, die tollen Bands und auch einmal ein ganz lieber Dank an den Veranstalter, Gisbert Hiller!
Aber unübertroffen sind meine MitstreiterInnen Wa-hya, Laudii, Kyra und Ian. Ich bin so stolz auf Euch. Es ist einfach nur geil mit Euch diesen Fanclub zu machen. Ihr seid der Hammer! Schade das Cari und black swan nicht dabei sein konnten. Wir haben Euch vermisst!


(Festival-Bericht von Flinx)